Es gibt Texte, die berühren. Worte, die nicht nur gelesen, sondern innerlich gehört werden. Und dann gibt es jene seltenen Botschaften, die eine Tür öffnen – hinein in ein tieferes Verständnis des eigenen Seins.
Die folgende Lesung aus dem Goldenen Buch trägt genau diese Qualität in sich: Sie spricht aus der Geistigen Welt zu uns, zu dir, und erinnert uns an etwas, das wir längst wissen, aber im Alltag so leicht verlieren: Demut.
Demut – nicht Unterwerfung, sondern Wahrhaftigkeit
Wenn Kuthumi zu uns spricht, spricht er nicht über moralische Kategorien oder über das kleine Ego. Er spricht über eine innere Haltung, die aus der Seele selbst entsteht:
„Erkennen, Erkenntnis und tiefes Verständnis führen in die Bewusstheit – nicht in ein rationales Bewusstsein, sondern in das Wissen der Seele.“
Demut ist nicht klein machen.
Demut bedeutet nicht, sich selbst geringer zu achten.
Demut ist vielmehr ein Erinnern:
- daran, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind,
- dass unser Dasein Sinn hat,
- dass unsere Seele vollkommen ist,
- und dass wir als Mensch auf dieser Erde eine Lernaufgabe erfüllen.
Demut erhebt uns – gerade, weil sie uns nicht mehr zwingt, uns über andere zu erheben.
Die Bewusstheit des All-Eins
Die Geistige Welt beschreibt Demut als eine klare innere Erkenntnis:
Wir sind verbunden. Immer. Untrennbar.
Mit dem Ursprung, dem All-Eins, aus dem wir kommen und in das wir zurückkehren.
Mit jedem Menschen, der uns begegnet.
Mit jeder Seele, die auf dieser Erde ihren Weg geht.
Diese Verbundenheit zu spüren, führt zu etwas Wundervollem:
Frieden.
Denn wer sich als Teil des Ganzen erkennt, muss niemanden bekämpfen – und nichts beweisen.
Demut heilt – weil sie trennt, was nicht zu uns gehört
Vielleicht ist das der berührendste Teil der Botschaft:
„Die Heilung aus der Demut heraus bedeutet die Anerkennung der Seele in ihrer Vollkommenheit.“
Was heißt das?
Wenn wir in Demut anerkennen, wer wir sind, fallen viele Altlasten ab:
- das Vergleichen
- das Urteilen
- das Verurteilen
- das ständige Streben nach Anerkennung
- das Bedürfnis, Recht haben zu müssen
- der Schmerz, nicht genug zu sein
In der Demut erkennen wir:
Ich bin genug. Ich bin Teil von etwas, das größer ist als ich. Und genau darin bin ich vollkommen.
Diese Erkenntnis berührt nicht nur den Verstand – sie heilt die Seele.
Die Herzensseele: Wenn Herz und Seele eins werden
Kuthumi spricht von einem Zustand, den viele spirituelle Traditionen beschreiben, aber nur wenige wirklich erklären können:
Die Herzensseele.
Sie ist der Moment, in dem Herz und Seele im gleichen Rhythmus schwingen.
In dem du spürst, dass du nicht gegen dein Leben arbeitest, sondern mit ihm.
In dem Frieden nicht mehr ein Ziel ist, sondern ein Zustand.
Wenn die Herzensseele erwacht, entsteht etwas Wunderbares:
- Stille in dir
- Klarheit über deinen Weg
- Dankbarkeit für das Leben
- Respekt vor allem, was existiert
- und eine tiefe, echte Demut
Dieser Zustand ist kein Konzept.
Er ist erfahrbar.
Und er ist trainierbar – besonders in jenen spirituellen Prozessen, die wir in der spirituellen Hypnose nutzen.
Demut in der spirituellen Hypnose-Ausbildung
Warum ist diese Botschaft für Menschen wichtig, die eine Ausbildung in spiritueller Hypnose beginnen oder vertiefen?
Ganz einfach:
Demut ist die Grundvoraussetzung für jede echte mediale oder spirituelle Arbeit.
Denn ohne Demut…
- bleibt der Zugang zur Geistigen Welt begrenzt,
- bleibt die Intuition vom Ego überlagert,
- bleibt jede Reise nur Oberfläche, statt Tiefe.
Mit Demut hingegen…
- öffnet sich die Wahrnehmung,
- zeigt sich das All-Eins,
- entsteht echte Verbindung zu Klienten,
- wird die Arbeit mit dem Höheren Selbst klarer,
- und Heilungsprozesse können führen statt erzwungen werden.
Demut ist der Schlüssel – nicht für kleine Spiritualität, sondern für wahre Meisterschaft.
Das Leben als Geschenk begreifen
Kuthumi erinnert uns daran, dass Leben endlich ist.
Nicht, um uns zu erschrecken – sondern um uns zu wecken.
Wenn wir die Endlichkeit anerkennen, erkennen wir auch das Wunder:
„Leben ist ein Geschenk.“
Und dieses Geschenk entfaltet sich vollständig erst dann, wenn wir:
- in Klarheit leben,
- in Dankbarkeit handeln
- und in Offenheit fühlen.
Demut lässt uns das Leben neu betrachten – nicht als Problem, sondern als heilige Chance.
In Frieden mit sich: Die eigentliche Botschaft
Am Ende führt die gesamte Lesung zu einem einzigen Punkt:
Demut bringt Frieden.
Nicht den Frieden der äußeren Welt.
Sondern den Frieden der Seele, der unerschütterlich ist.
Dieser Frieden entsteht, wenn wir:
- erkennen, wer wir sind,
- wissen, woher wir kommen,
- annehmen, dass wir Teil des All-Eins sind,
- und aus dieser Erkenntnis heraus leben.
Dann beginnt das wahre Einssein:
die Herzensseele – der vollkommen stille, glasklare Raum in uns,
in dem die Seele spricht und der Mensch endlich zuhört.
Die Einladung
Diese Botschaft ist kein Text, den man einfach liest.
Sie ist ein Wegweiser.
Für deine spirituelle Entwicklung.
Für deine Arbeit mit Klienten.
Für deine Fähigkeit, wahrhaft zu sehen und zu erkennen.
Demut ist kein Ziel.
Demut ist ein Weg.
Und gleichzeitig die Öffnung in eine neue Bewusstheit, die dich – und alle, die du begleitest – tiefgreifend verändern kann.
Und das sind die Worte von Kuthumi.
Oder anders gesagt: Eine Erinnerung an dich, wer du wirklich bist.





0 Kommentare