Warum wir nur in Präsenz unterrichten

Grafik: ein offener Kreis aus Torbogen-Signets, Sinnbild für eine Gruppe im Seminarraum

Die Frage kommt regelmäßig: „Gibt es das auch online?"

Die ehrliche Antwort ist nein. Und das ist keine Bequemlichkeit, sondern eine Entscheidung, über der wir lange gesessen haben. Wir haben durchgerechnet, wie ein Hybrid-Format aussehen könnte. Wir haben überlegt, welche Module sich vielleicht doch übertragen ließen. Am Ende sind wir bei dem geblieben, was sich seit Jahren bewährt: Wir unterrichten im Raum, mit Menschen, die im selben Raum sitzen.

Hier ist, warum.

Was du lernst, lernst du am Menschen

Hypnose und Medialität sind keine Wissensfächer. Du kannst dir die Theorie anlesen – das dauert ein Wochenende, und danach kannst du erklären, was eine Trance ist. Aber jemanden tatsächlich in eine Trance zu führen, ist etwas völlig anderes. Das ist ein Handwerk, und Handwerk lernt man durch Tun, nicht durch Zuhören.

Deshalb hat bei uns jeder Kurstag einen praktischen Teil. Du übst. An anderen, und andere üben an dir. Dieses Wechselspiel ist der Kern der Ausbildung – nicht die Folien davor.

Die entscheidenden Dinge passieren leise

Wenn du jemanden führst, arbeitest du mit Signalen, die kaum jemand bewusst wahrnimmt: wie sich der Atem verändert, wann die Schultern loslassen, ob eine Pause Nachdenken bedeutet oder Widerstand, wie sich die Stimme deines Gegenübers färbt, wenn etwas berührt wird. Das sind die Momente, an denen sich entscheidet, ob eine Sitzung trägt oder verpufft.

Über eine Kamera bekommst du davon einen Bruchteil mit. Du siehst ein Gesicht in einem Kachelbild, hörst komprimierten Ton mit einer halben Sekunde Verzögerung und rätst den Rest. Wir könnten so tun, als reiche das. Es reicht nicht.

Und es geht nicht nur darum, was du wahrnimmst – auch wir müssen dich wahrnehmen. Wenn du übst und etwas läuft schief, greifen wir ein. Im Raum sehen wir das sofort und stehen innerhalb von zwei Sekunden neben dir. Vor dem Bildschirm sehen wir es vielleicht, vielleicht auch nicht.

Du arbeitest mit Menschen in verletzlichen Zuständen

Das ist der Punkt, an dem für uns jede Diskussion endet. In der Trance öffnen sich Menschen. Es kommen Dinge hoch, mit denen niemand gerechnet hat – auch nicht in einer Übungssituation unter Kollegen. Genau dann brauchst du jemanden, der die Verantwortung übernehmen kann, und zwar körperlich anwesend, nicht als Fenster auf einem Monitor.

Wer in diesem Feld arbeiten will, muss erlebt haben, wie sich das anfühlt, wenn es unerwartet tief wird – und muss dabei begleitet worden sein. Diese Erfahrung kannst du nicht streamen.

Die Gruppe ist kein Beiwerk

Bei einem Online-Kurs bist du allein vor dem Rechner und arbeitest eine Ausbildung ab. Bei uns übst du im Lauf der Module mit vielen verschiedenen Menschen – und jeder reagiert anders. Der eine geht sofort tief, die nächste braucht drei Anläufe, der dritte macht etwas, womit du überhaupt nicht gerechnet hast. Genau diese Bandbreite macht dich sicher.

Dazu kommt das, was sich nicht planen lässt: die Gespräche in der Pause, der Satz von jemandem, der genau an derselben Stelle hängt wie du, die Erleichterung, wenn du merkst, dass es allen erst mal komisch vorkommt. Aus diesen Wochenenden entstehen Kontakte, die weit über die Ausbildung hinaus halten. Manche üben Jahre später noch miteinander.

Und ja – es macht schlicht mehr Spaß. Ein Tag, an dem in einem Raum gearbeitet, gelacht und gestaunt wird, ist etwas anderes als sechs Stunden Bildschirm.

Was das für dich bedeutet

Präsenz kostet dich mehr: Anfahrt, ein freies Wochenende, eine Übernachtung. Wir wissen das, und wir nehmen es dir nicht ab.

Was du dafür bekommst, ist eine Ausbildung, nach der du tatsächlich arbeiten kannst. Keine Sammlung von Videos, die du irgendwann mal durchklickst, sondern Stunden echter Übung unter Anleitung – mit Menschen, die du ansiehst, hörst und spürst.

Wir bleiben beim Bewährten, weil es das Bessere ist. Nicht, weil wir das Neue nicht kennen.

Wenn du wissen willst, wie so ein Kurstag abläuft: Komm zum kostenfreien Infoabend am 26. November. Da erlebst du auch eine kurze geführte Trance und bekommst einen Eindruck davon, worum es geht. Zu den Terminen

Klaus Buchinger-Wohlgemuth

Wir – Günter Hanke und Klaus Buchinger-Wohlgemuth – haben es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen mit der Kraft der Hypnose, der Spiritualität und der Medialität zu begleiten. Jeder von uns bringt über Jahrzehnte Erfahrung, Wissen und Herzblut in dieses gemeinsame Wirken ein.

Günter Hanke

September 15, 2026

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